Dario D. Draft

Die Wirkung der Eigenausstrahlung

In Tägliches Leben am 14. April 2010 um 20:01

Und wieder einmal ist es so weit. Wir unterhalten uns wieder über das alt-bewährte Thema der Akzeptanz und Toleranz. Nein, das sind keine lateinamerikanische Tänze, sondern eigentlich die Grundpfeiler einer Gesellschaft.

Eigentlich. Nein, unsere Gesellschaft zeichnet sich leider durch Intolleranz und Ignoranz aus.
Aber wir sollten vorab erst einmal klären, was Akzeptanz und Toleranz im menschlichen Leben bedeuten.

Akzeptanz (von lat. „accipere“ für gutheißen, annehmen, billigen) ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, welches verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein.
[...]
Es wird deutlich, dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht.
Quelle: Wikipedia

Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.Gemeint ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen.
Quelle: Wikipedia

Wie wir hier schön fesstellen können, ist Akzeptanz aktiv. Das heißt, dass jemand etwas bewusst als gegeben hin nimmt. Toleranz dagegen bedeutet, dass man es als egeben hinnimmt, es aber nur duldet und nicht unterstüzt, so wie bei der Akzeptanz.

Aber was hat das mit unserem Thema der “Eigenausstrahlung” zu tun?

Der Mensch wünscht sich in der Regel nicht viel anderes als Akzeptanz, aber zumindest Toleranz. Ich persönlich kenne niemanden, der das nicht tut. Wenn Sie in sich hinein hören, werden Sie feststellen, dass es Ihnen im Grunde nicht anders geht. Nun, wie erreichen wir Akzeptanz und Toleranz, das ist hier die entscheidende Frage.
Es ist im Grunde nicht schwierig.

Menschen sind Tiere, Säugetiere um genau zu sein. Damit besitzen wir auch einen angeborenen Instinkt, genauso wie Hunde, Katzen und allen anderen Tieren. Sagt man denn nicht, das Tiere die Angst eines Menschen spüren können? Natürlich. Und warum sollte das bei Menschen anders sein? Nur weil wir häufiger auf unser Gehirn hören, als auf unser Herz, bedeutet das nicht, dass wir keinen Instinkt haben, oder Intuition, wie es auch gerne genannt wird.

Versetzen wir uns mal eine Fußgängerzone. Sie sehen einen Menschen an sich vorbei gehen, der den Kopf zwischen die Schultern gezogen, die Hände in die Jackentaschen vergraben und den Blick auf seine Füße gerichtet hat. Sie gehen an ihm vorbei und denken Gedanken wie “Der arme Kerl.” oder “Mann, der hat’s bestimmt nicht leicht” oder “Klasse, ein Opfer!” Dieser Mensch hat eindeutig etwas ausgestrahlt, was Sie aufgefangen haben und mithilfe ihrer Intuition verarbeitet haben. Dies wird auch “Morphische Resonanz” genannt. Der Mann war offensichtlich unzufrieden mit sich selbst, eingeschüchtert und ängstlich. Unterschiedlich nach ihrer charakterlichen Einstellung, denken Sie anders von ihm, aber niemand hat bei seinem Anblick positive Gedanken.

Bis hier hin haben wir festgestellt, dass ein Mensch Gefühle und Einstellungen anderer Menschen auffassen bzw. spüren kann. Dies lässt sich auf unsere unbewusste Beobachtungsgabe und der morphischen Resonanz zurück führen. Ebenso haben wir festgestellt, das ein Mensch ebenso Gedanken und ähnliches ausstrahlen kann.

Wie erreichen wir aber damit Akzeptanz oder Toleranz?
Nun, Toleranz ist das kleinere Problem.

Sie dürfen anderen Menschen nicht vermitteln, dass Sie unzufrieden mit sich selbst sind. Gehen Sie auffrecht durch das Leben. Alles was Sie tun, muss für Sie selbstverständlich sein. Andere Menschen spüren darauf hin, dass Sie positiv denken, dass Sie zu sich selbst stehen und kommen gar nicht auf die Idee, Ihnen ihre Einstellung madig zu machen. Warum auch? Sie sind doch offensichtlich zufrieden damit. Solange Sie nicht versuchen andere Menschen zu überzeugen und selbst zu sich stehen, haben Sie ihre Toleranz gesichert.

Akzeptanz ist dagegen tatsächlich ein Problem.

Akzeptanz geschieht bewusst und gewillt. Das heißt, um akzeptiert zu werden, müssen Sie selbst aktiv werden. Die Grundlage dafür ist aber die Toleranz. Sie müssen also erstmal Selbstbewusst durchs Leben gehen. Wenn Sie das schaffen, sind Sie in der Lage, andere Menschen auch zu überzeugen. Sie müssen sie ansprechen, denn überzeugen funktioniert nicht ohne Argumentation. Argumentieren Sie nur von ihrem Standpunkt aus. Bleiben Sie höflich und beim Thema. Mit einer ruhigen Stimme und etwas Geduld, werden Sie es dann auch schaffen, den Gegenüber zum Nachdenken zu bringen. Haben Sie gut argumentiert, wird ihr “Kontrahent” sich bald auf Ihre Seite besonnen haben. Dazu muss gesagt sein, dass Akzeptanz abhängig von Thematik und den Erfahrungen des Gegenüber ist. Sie können also von einem Menschen nicht erwarten, dass er ihre Einstellung akzeptiert, wenn er anders erzogen wurde. Toleranz dagegen schon.

Welche Wirkung hat also nun unsere Eigenausstrahlung?

Unsere Eigenausstrahlung vermittelt anderen Menschen unsere Einstellung und Gefühlslage. Ist diese Ausstrahlung positiv oder neutral, können Sie mit Toleranz rechnen, anschließende Akzeptanz ist möglich.

Ist ihre Ausstrahlung negativ, ist eine Akzeptanz unmöglich, Toleranz dagegen noch etwas wahrscheinlicher.

Viele Menschen stolpern über sich selbst, weil sie sich zu sehr Gedanken um sich selbst machen. Diese Menschen sollten hinnehmen, was nicht änderbar ist und nach vorne schauen.

Dario D. Draft

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